Jahresrückblick 2014

Leider ist es schon wieder eine ganze Weile her dass ich etwas im Nimbus Blog geschrieben habe. Der Hauptgrund dafür war dass ich die SD-Karte meiner Kamera mit allen Segelfliegen-Bildern von Juli und August verloren oder gelöscht habe! Das hat mich ziemlich geärgert und die Motivation in den Keller gezogen.

Zum Start ins neue Jahr nun aber doch noch ein paar Zeilen.

In 2014 ist die D-7111 erfreuliche 100h (fast auf die Minute) in der Luft gewesen. Nach dem kleinen Einbruch in 2013 habe wir damit wieder ungefähr unser Soll erfüllt auf dessen Basis die ganze Unternehmung läuft.

Viel wichtiger als die reinen Stunden sind natürlich die Flugerlebnisse und da gab es 2014 vor allem die grandiosen Alpentage ab Königsdorf die wohl nicht so schnell in Vergessenheit geraden. Anstelle von Unterwössen hat der Nimbus erstmals in Ohlstadt gastiert was wir sicherlich in diesem Jahr nochmal wiederholen wollen.

Der Saisonabschluss fand wie so oft in Giebelstadt statt. Mit einem angemeldeten FAI Dreieck über fast 600km wurde hier auch noch der Schlussstein für eine gute DMSt Saison gelegt. Die „111“ belegte zum Schluss einen überagenden 6. Platz in der bayerischen Offene Klasse Wertung. Eingekeilt zwischen EB-29s ASW22BLE und Antares….. Vielleicht geht hier in 2015 sogar noch etwas mehr.

DMSt2014

Mittlerweile ist natürlich schon die Werkstattarbeit in vollem Gange bzw. auch fast schon wieder abgeschlossen. Glücklicherweise gab es in der vergangenen Saison weder Schäden noch Bedarf an größeren Änderungen, und so ist es dieses Jahr eigentlich nur Pflege gewesen die anstand.

Eine Sache möchte ich aber doch noch hervorheben, und das ist die Verbesserung unserer Elektrikverteilung. Nach dem Neubau des Instrumentenpilzes im vergangenen Winter war diese vorerst nur mit „der üblichen“ Lüsterklemmenlösung realisiert. Nach vielem Überlegen und Hin-und-her ist die Wahl nun auf eine Umsetzung mit BNC Steckern gefallen. Dies erscheint vielleicth zunächst etwas seltsam, hat folgende einleuchtende Gründe:

– Befestigungslöcher sind rund, können also einfach gebohrt werden

– die Arretierung mittels Bajonett benötigt kein Werkzeug

– relativ hohe zulässige Stromstärke (>2A typischerweise)

– sehr preiswert ( <1€ bei Pollin)

Es ist schwer diese Eigenschaften mit einem anderen Stecksystem allesamt zu realisieren. Am ehesten würde das noch mit Bindersteckern gehen, diese sind dann aber fast einen Faktor 10 teurer.

Hier im Bild nun das Ergebniss….. Und im Vergleich dazu nicht wie es vorher aussah sondern wie es in unsere Vereins DG 1001M aussieht (DG gewartet??? angeblich 😉 )

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Nimbus Panel Überblick

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Neuer Elektroverteiler mit Masseschiene im Nimbus

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Elektroinstallation in der fast neuen DG1001M

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Avionik Upgrade für 2014

Nach einigem hin und her haben wir uns entschieden die Avionik mit der wir die letzten zwei Jahre geflogen sind nochmal komplett zu überarbeiten. Vieles fliegt dazu raus und wir durch besser integrierte oder neuere Komponenten ersetzt.
Wenn alles fertig ist liesst sich die AUsrüstungsliste dann wie folgt:

+ Winter ASI,ALT und Vario (alles frisch überholt und geprüft)
+ Becker 3201 Funk ( das ist zwar immer noch 25kHz aber hat schon den richtigen 57mm Ausschnitt für ein KRT-2)
+ Becker ATC2000 XPDR ( ebenfall noch alte Ware aber mit dem richtigen EInbaumaß für ein KTX-2 oder VT-01)
+ LX7000 ProIGC
+ LX Redbox
+ Airpath Compass
+ Dell Streak 5 mit XCSoar
+ Blauzähnchen 1000 (Bluetooth Interface fürs LX7000 mit Stromversorgung für Dell)

Damit sind wir zumindest bis 2018 (8,33kHz Pflicht) gut aufgestellt und auf der Höhe der Zeit.
Damit das alles auch in den Fliegerpasst haben wir bei dieser Gelegenheit auch gleich das Panel neu gebaut und wieder etwas näher an die ursprüngliche Serie gebracht (mit Stamm, also der Struktur die nach unten zur Sitzschale geht).

Weiterhin hat der Nimbus jetzt auch eine nicht fest eingebaute Sauerstoffanlage.

Kurz sei auch nochmal auf das Bluetooth Interface eingegangen! Der große Vorteil ist dass es unabhängig vom ENdgerät funktioniert und mann mit jedem normalen ANdroid Smartphone das LX7000 programmieren und auslesen kann. Desweiteren besteht auch die möglichkeit über Bluetooth mehr als nur ein Gerät anzuschließen… das Flarm z.B. als nächste AUsbaustufe. Jetzt kann mann das natürlich mit dem IOIO Board auch machen, aber leider nicht mit der ursprünglichen DellStreak Firmware und auch nicht zu dem güsntigen Preis der Bluetooth Lösung. Hier mal die Einkaufsliste:

– HC05 Bluetooth Modul: Ebay 8€-12€
– RS232-TTL Converter : Als Bausatz 5€ in Einzelteilen 1€
– 5V Spannungswandler : für lau aus dem CarKit vom Dell oder neu < 10€
– Gehäuse : Conrad 3€
– Kleinzeug : 1-2€ (Platinenstück, ein paar Litzen)

Macht also je nach Eigenleistung +-20€ und funktioniert hervorragend. "Professionelle" Lösungen gibts für knapp unter 50€ (soartronic) allerdings ohne Gehäuse und ohne die Stromversorgung für den Dell……

Hier nun ein paar Bilder

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Tests mit dem AHRS

Mittlerweile ist aus der IMU ein vollwertiges AHRS (Attitude and Heading Reference System) geworden das nicht nur Beschleunigungen und Raten misst sondern aus diesen Daten auch die Lage im Raum schätzen kann. Da aktuell gerade keine Flugmöglichkeit besteht gibts vorab schonmal ein Bodentest Video. Dem geneigten Zuschauer wird auffallen dass die Skalierung des Pitchwinkels im Overlay noch etwas Feintunig bedarf.

eReader als Ipaq Ersatz

Seit kurzem gibt es die freie Streckenflugsoftware XC-Soar in einer angepassten Version für einige eReader. Das vielleicht interessanteste Modell ist meiner Meinung nach der Kobo Mini. Er hat eine gute Größe zum Cockpiteinbau und ist für mittlerweile nur noch 39€ erhältlich. Der einzige, verkraftbare Nachteil an diesem Gerät ist das mann zum einspeisen der GPS Daten einen TTL-RS232 Pegelkonverter benötigt den man an drei Lötaugen auf der Hauptplatine des Gerätes verbinden muss. Da sich das Gerät aber hervorragend öffnen und wieder zusammenschrauben lässt ist es für den seriösen Bastler wirklich kein Problem. Alternativ kann mann den eReader auch über eine WLAN Lösung oder mittels USB-OTG Adapter und einem USB-RS232 Konverter für den PC füttern (angeblich zumindest). Die Lösung mit dem UART Port auf der Platine klappt auf jedenfall einwandfrei wie nachstehendes Video kurz demonstriert. Die Darstellungsqualität auf dem Display ist ausgezeichnet. Lediglich Freunde besonders bunter und opulenter Kartendarstellungen werden nicht ganz auf ihre Kosten kommen. Aber selbst die gerasterte Schummerung ist gar nicht so schlecht wie mann befürchten könnte. Meiner Meinung nach eine echte Alternative fürs Cockpit!

Neues ARC

Der Nimbus hat heute sein jährliches Airworthiness Review ohne Beanstandung bestanden. Das ist sehr schön, haben wir doch in diesem Winter eine ganze Menge rumgeschraubt. Um so schöner dass wie damit nun weitestgehend fertig sind und der Focus der Aktivitäten damit nun mehr Richtung fliegerischer Vorbereitung der neuen Saison geht. Erstes Highlight ist dabei, wie schon im letzten Jahr, das Frühjahrsfluglager in Trento LIDT.

Im Bild der aufbegaubte Flieger vor der FSCG Werkstatt (leider ist die Bildqualität etwas mager)…. mann beachte besonders den neuen Kielstreifen im bewährten Tagesleuchtrot.

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IMU funktioniert

Dieses Projekt hat schon etwas länger vor sich hingeschlummert… Seit ein paar Tagen aber sind endlich die letzten Probleme gelöst und wir haben jetzt eine Inertial Measurement Unit (bestehend aus drei Rate Gyros und drei Beschleunigungsmessern sowie eine Magnetfeldsonde) welche in der kommenden Saison im Nimbus mitfliegen wird, und bestimmt viele interessante Daten liefert. Im Bild unten sieht mann Beispieldaten über einen Zeitraum von 30 Sekunden. Die Samplerate liegt bei ungefähr 10Hz. Dadurch entsteht eine Datenmenge von etwa 1Mb pro Stunde.

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